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Drei Jahre nach »Angel Of Retribution«, ihrem letzten Opus, meldet sich die englische Heavy-Metal-Formation mit einem ambitionierten Konzeptalbum zurück.
Judas Priest knüpfen mit »Nostradamus« nahtlos an die herausragende musikalische Klasse von Alben wie »British Steel« (1980) oder »Painkiller« (1990) an. Doch statt nur auf klassische Metal-Klänge zu setzen, überrascht die Formation um Sänger Rob Halford und Gitarrist Glenn Tipton mit ungewohnten Klassik- und Opernanleihen. In aller Breite und Ausführlichkeit beschäftigt sich Judas Priest in Stücken wie »Pestilence And Plague« oder »The Four Horsemen« mit den Vorhersagen und Weissagungen des Nostradamus (1503 bis 1566).
(Musikwoche.de)
Alle Songs und Extras auf dem Doppel-Album »Nostradamus« von Judas Priest:
CD 1:
1. Dawn Of Creation
2. Prophecy
3. Awakening
4. Revelations
5. The Four Horseman
6. War
7. Sands Of Time
8. Pestilence And Plague
9. Death
10. Peace
11. Conquest
12. Lost Love
13. Persecution
CD 2:
1. Solitude
2. Exiled
3. Alone
4. Shadows In The Flame
5. Visions
6. Hope
7. New Beginnings
8. Calm Before The Storm
9. Nostradamus
10. Future Of Mankind
Klassiker gibt es von Judas Priest bereits eine ganze Reihe, darunter unvergessliche Alben wie »British Steel« (1980), »Screaming For Vengeance« (1981), Turbo (1986) oder »Painkiller« (1990). Im Juni 2008 ließ die britische Heavy-Metal-Legende jedoch ein Monumentalwerk folgen, das all ihre bisherigen Veröffentlichungen mühelos in den Schatten stellen könnte: Nostradamus, ein Konzeptalbum, das sich über die volle Länge einer Doppel-CD erstreckt und musikalisch wie thematisch dem historisch interessanten Thema vollauf gerecht wird.
Bereits im Sommer 2007 gab Sänger Rob Halford der Presse erste Informationen über die laufenden Arbeiten an diesem ganz besonderen Werk. »Nostradamus wird die unglaublichste und spektakulärste Scheibe, die Judas Priest jemals aufgenommen haben«, prophezeite der Priest-Frontmann schon frühzeitig und begab sich damit selbst in den Dunstkreis von Michel de Nostredame, des französischen Apothekers, der vor etwa 500 Jahren lebte und in seinen berühmt gewordenen Weissagungen viele historische Ereignisse ankündigte. Jetzt weiß man, dass Halford mit seiner Einschätzung Recht hatte: So fesselnd der Inhalt dieser Geschichte, so atmosphärisch dicht und packend sind auch die Kompositionen.
»Das Album ist eines der Werke, auf die ich sicherlich am stolzesten bin«, sagt Gitarrist Glenn Tipton. »Die Musik ist in ihrer Essenz und ihrem Charakter typisch für Judas Priest, erforderte aber gleichzeitig die Erforschung neuer klassischer und Opernhafter Dimensionen, in die diese Band normalerweise nicht vorgestoßen wäre. Als Gitarrist und Komponist hat mich die Geschichte zu außergewöhnlichen Ausdrucksformen inspiriert und mir neue Sichtweisen auf Intrigen und Leidenschaft eröffnet. Von Anfang bis Ende nimmt das Album den Zuhörer mit auf eine magische Reise, die mit Licht und Schatten, Dramen, Melodien und Emotionen ausgefüllt ist und damit das Leben dieses ungewöhnlichen Mannes widerspiegelt.«
Dem Propheten Nostradamus, der von 1503 bis 1566 in Frankreich lebte, wird nachgesagt, dass er historische Katastrophen wie die Machtergreifung von Adolf Hitler und ihre schrecklichen Folgen, den Mord an John F. Kennedy im November 1963 oder auch den Terroranschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 indirekt angekündigt hat. »Wie bei jedem Konzeptwerk sollte sich die Geschichte aus einer stichhaltigen Quelle speisen und die Musik sich über unterschiedliche Stufen von Interesse und Empfindungen erstrecken«, erklärt Sänger Rob Halford die Basis des Albums. »Mit Nostradamus erforschen und definieren wir neue Grenzen. Das Gespür für Abenteuer und die spannende Reise, die wir unternommen haben, um das Leben dieses Mannes mit den Ausdrucksformen des Heavy Metals zusammenzuführen, war eine echte Herzensangelegenheit.«
Drei Jahre sind seit »Angel Of Retribution« vergangen, einem Album, das Judas Priest zur Freude ihrer zahllosen Fans erstmals seit ihrem 1990er-Meilenstein »Painkiller« wieder in der klassischen Besetzung mit Rob Halford (Gesang), Glenn Tipton und K.K. Downing (beide Gitarre) sowie Ian Hill (Bass) und Scott Travis (Schlagzeug) sah. Drei Jahre, in denen die Band nach einer ausgiebigen und überaus erfolgreichen Tournee mit großer Intensität an ihrem neuen Machwerk gearbeitet hat. »Bei der Vorbereitung dieses Albums habe ich eine Menge über Nostradamus und seine Schriften gelesen«, erklärt Halford. »Ein wirklich sehr interessanter Mann, den man niemals als reinen Phantasten abqualifizieren darf, denn auch wenn nicht alle seiner Theorien auf die Gegenwart übertragbar sind, so war ich doch überrascht, wie viele Dinge Wahrheit geworden sind, die er schon vor fast 500 Jahren vorhergesagt hat.«
Auch Gitarrist K.K. Downing ist trotz monatelanger und Kraftraubender Studioarbeit noch immer voller Begeisterung für das neue Opus: »Für mich ist Nostradamus eine unvergleichliche musikalische Reise. Die Machenschaften und Mysterien, die diesen Mann umgeben, haben meine Sichtweise auf den Heavy Metal auf die höchste Ebene katapultiert. Dies ermöglichte es mir, meine Vorstellungskraft bis an die äußersten Grenzen auszuloten und einzigartige Gefühle und Emotionen auf das Instrument zu übertragen, mit dem ich mich selbst ausdrücken kann.«
Kein Zweifel: Die Magie, die von diesem Thema ausgeht, spürt man in jedem der einzelnen Tracks und führt fast automatisch zur Frage nach der Initialzündung für diese Scheibe. Tipton beantwortet sie mit einem unverkennbaren Fingerzeig auf den großen Propheten: »Im Grunde genommen war es nicht unsere Entscheidung, dieses Thema anzugehen, sondern seine«, erklärt er und fügt hinzu: »Wir haben den Eindruck, dass es einfach so kommen musste.«
Veröffentlicht wird »Nostradamus« als Doppel-Jewelcase-CD, als umfangreiches DIN-A5-Digibook und als Special Collectors Box mit drei Vinyl-LPs, der Doppel-CD, einem 48-seitigen Buch und einem Poster. Kurz nach der Veröffentlichung, genauer gesagt am 23. und 24. Juni, werden Judas Priest in Düsseldorf beziehungsweise in München zwei Hallenkonzerte spielen sowie am 28. Juni als Headliner des »Bang Your Head«-Festivals in Balingen zu sehen sein.
(Sony BMG)
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