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Zwei Jahre nach der Vertonung einer Sammlung angelsächsischer Gedichte des 19. und 20. Jahrhunderts hat Carla Bruni erneut zur Feder gegriffen, um ein neues Album zu schreiben – das erste seit ihrem triumphalen Debütalbum »Quelqu´un m´a dit« (Jemand hat mir gesagt) im Jahr 2002. Was beim ersten Anhören von »Comme si de rien n´était« (Als ob nichts gewesen wäre) sofort auffällt, ist die Vielfalt der Musikpalette. Nach zwei Alben mit eher schlichten Folk-Blues-Tönen versucht sich die Sängerin gekonnt an einer farbenfrohen Stilmischung, die von Pop, über etwas Jazz und Flamenco bis zu Bluegrass reicht.
Ganz auf einen kleinen Kern von Begleitmusikern konzentriert, die die Titel unter Live-Bedingungen aufgenommen haben (Bass, Schlagzeug, Gitarre, Klavier, Mundharmonika), klingt »Comme si de rien n´était« fast wie das Album einer Band. Trotz des Gruppenaspektes beim Spielen hinterlässt es einen noch persönlicheren Eindruck als die vorherigen Alben.
Zusätzlich zu den zehn von der Autorin geschriebenen Liedern, enthält das Album eine musikalische Adaption eines Gedichtes von Houellebecq »La possibilité d´une île« (Die Möglichkeit einer Insel), die Übertragung des Liedes von Schumann »Je suis une enfant« (Ich bin ein Kind) sowie zwei ausländische Lieder: »You belong to me« (Du gehörst zu mir), ein amerikanischer Song, der durch Bob Dylan berühmt wurde und »Il vecchio e il bambino« (Der Alte und das Kind) des italienischen Anarchisten Francesco Guccini.
(Ministry Of Sound)
Alle Songs und Extras auf dem Album »Comme si de rien n’était« von Carla Bruni:
1. Ma jeunesse
2. La possibilité d´une ile
3. L´amoureuse
4. Tu e ma came
5. Salut marin
6. Ta tienne
7. Pêché d´envie
8. You belong to me
9. Le temps perdu
10. Déranger les pierres
11. Je suis une enfant
12. L´antilope
13. Notre grand amour est mort
14. Il vecchio e il bambino
Mit dem perfekt produzierten Album »Comme si de rien n’était« trifft Carla Bruni wieder den Geschmack einer breiten Mehrheit ohne Musik für die Massen zu machen. Ein paar Schritte abseits der Champs-Elysées ist es entstanden, mehr Musiker nahmen daran Teil, und so wich die Schlichtheit der Vorgänger einer eleganten Mischung aus dezentem Pop, Jazz, Bluegrass, Chanson und Flamenco. Hoch her geht es trotz der Violinen, Celli, Gitarren, Keyboards und Gitarren nicht, mit sanfter, verhuschter und melancholischer Stimme singt Bruni Lieder in englischer, französischer und italienischer Sprache.
Ein wenig kokett klingt der Titel »Als ob nichts gewesen wäre« schon, aber Carla Bruni sagt, dass sie trotz ihrer vielen (berühmten) Liebhaber und des Medienrummels um sie nie ihre Naivität verloren hat. Als Beweis haucht sie »Je suis une enfant«, eine Adaption eines Liedes von Robert Schumann oder covert den Hit »You Belong To Me« von Pee Wee King. Im Gegenzug aber vertont sie ein mit »Die Möglichkeit einer Insel« ein etwas verruchtes Gedicht von Michel Houellebecq (Elementarteilchen), das Raum für so manche Interpretation lässt. – Sven Niechziol
Unter der Regie von Produzent Dominique Blanc-Francard spielte Carla Bruni im Winter 2007/2008 in Paris 14 Songs ein, die stilistisch so vielfältig wie nie zuvor ausfallen. Die Bandbreite reicht von Pop- über Flamenco-, Folk- und Jazz- bis hin zu dezenten Bluegrass-Anleihen. Trotz der größeren Farbenpracht der einzelnen Stücke hat sich an der Gesamtausrichtung wenig geändert. Carla Brunis zarte, zerbrechliche Stimme steht nach wie vor unangefochten im Mittelpunkt.
Zu den Höhepunkten zählt neben dem von beschwingten Harmonien getragenen Opener »Ma Jeunesse« vor allem der Titel »L´amoureuse«, der mit Hilfe von Benjamin Biolay entstand, der für die wundervollen Streicherarrangements verantwortlich zeichnet. Für pures Gänsehautgefühl sorgt zudem die zurückhaltend instrumentierte Ballade »La possibilité d´une ile«, bei der Carli Bruni mit ihrer Stimme einmal mehr die entscheidenden Akzente setzt. Textlich präsentiert sie sich in den meisten Songs gewohnt nachdenklich, was für einen spannenden Kontrast zur eher beschwingten Musik sorgt.
(Norbert Schiegl, Amazon )
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