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Wer wartet eigentlich aufs zweite Album der Subways? Zugegeben, mit »Rock´n´Roll Queen« und »Oh Yeah« haben sie seit drei Jahren zwei peinliche, aber unkaputtbare Tanzflächenfüller in den Indieclubs. Doch der Rest ihres Debüts war viel zu durchschnittlich und bediente den überstrapazierten und längst wieder abgesagten Postpunktrend. Das Trio aus der Nähe von London muss irgendwo gelesen haben, dass Neogrunge die nächste große Sache wird. Metalriffs, Kawumms und Tempo sollen jetzt das Überleben sichern. Immerhin konnten sie Produzentenlegende Butch Vig (Nirvana, Smashing Pumpkins) für »All or northing« verpflichten. Der kann zwar Songs wie »Turnaround« und »Always tomorrow« nach allen Regeln der Oldschool-Alternative-Kunst aufpäppeln, insgesamt aber die Mittelmäßigkeit der Subways nicht vernebeln. Immerhin können sie sich rühmen, amerikanischer als derzeit jede andere britische Band zu klingen. (kulturnews)
Alle Songs und Extras auf dem Album »All Or Nothing« von The Subways:
1. Girls & Boys (Album Version)
2. Kalifornia (Album Version)
3. Alright
4. Shake! Shake!
5. Move To Newlyn
6. All Or Nothing
7. I Won´t Let You Down
8. Turnaround
9. Obsession
10. Strawberry Blonde
11. Always Tomorrow
12. Lost Boy
Alle Bonustracks auf dem Doppel-Album »All Or Nothing (CD+DVD)« von The Subways:
1. Live At Stoke Sugarmill (DVD)
2. Kalifornia (DVD)
3. Shake! Shake! (DVD)
4. Turnaround (DVD)
5. Alright (DVD)
6. All Or Nothing: The Documentary (DVD)
Übermäßiges Singen und Schreien ist bekanntlich nicht sonderlich gesund für die Halsregion. Viel fehlte nicht und die Subways wären unfreiwillig stillgelegt worden. An den Stimmbändern von Frontmann Billy Lunn bildeten sich aufgrund vieler Konzerte Knötchen, was eine Operation nach sich zog, deren schlimmste Folge der Verlust des Sprechens hätte sein können. Da aber alles gut ging, gibt es nun das richtig gute Zweitwerk All Or Nothing zu hören. Drei Jahre nach ihrem erfolgreichen, 2005 veröffentlichten Debüt Young For Eternity präsentiert sich das Trio aus dem Londoner Vorort Welwyn Garden erstaunlich gereift.
Trommler Josh Morgan, sein Bruder Billy Lunn und dessen Freundin wie singenden Bassistin Charlotte Cooper setzten die aufgestaute Energie nach der Zwangspause nicht nur in furiose Arschtritt-Songs um, sie flogen mit dem Material auch noch nach Los Angeles, um es dort justieren zu lassen. Kein anderer als der trommelnde Meistermacher Butch Vig (Jimmy Eat World, Garbage, Smashing Pumpkins, Sonic Youth) zeigt sein feines Produktionshändchen in Sachen Rock. Dass der Mann auch schon Nirvana produzierte, passt wunderbar in die Vita der Subways, denn als Teenager spielten sie Coverversionen der Indie-Ikone. Der Weg, den ein paar Balladen und Garagen-Rocker säumen führt also direkt zum Grunge, den The Subways auf All Or Nothing ihre Aufwartung machen. Nicht in verwässerter Form, denn Billy kann nicht nur wieder in alter Stärke singen, er kann auch wieder schreien.
(Sven Niechzuol, Amazon )
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