Natalie Portman, Hugo Weaving, Stephen Rea, Stephen Fry
»V wie Vendetta«
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V wie Vendetta
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Nach der Graphic Novel von Alan Moore
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Natalie Portman, Hugo Weaving, Stephen Rea, Stephen Fry
»V wie Vendetta«
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»V wie Vendetta« ist die Verfilmung des Kultcomics, in der ein maskierter Freiheitskämpfer mit terroristischen Mitteln ein totalitäres Großbritannien zum Fall zu bringen versucht: Der Revolutionär »V« (Hugo Weaving) will, wie der legendäre Guy Fawkes, dessen Maske er stets trägt, das britische Parlament in die Luft sprengen. Sein Motiv: Die Befreiung Großbritanniens, das im Jahr 2020 zum faschistischen Staat mutiert ist. Meinungsvielfalt gibt es nicht mehr, die gleichgeschaltete Masse fürchtet die Obrigkeit. Eine stille Mitläuferin ist auch die TV-Assistentin Evey (Natalie Portman), die eines Nachts vom mysteriösen Maskenmann vor der Vergewaltigung durch vier Polizisten gerettet wird und in der Folge in den Bann von »V« gerät ... (Blickpunkt:Film)
Nach einem Drehbuch der Brüder Andy und Larry Wachowski und mit »Matrix«-Bösewicht Hugo Weaving in der Hauptrolle adaptierte Newcomer-Regisseur James McTeigue mit »V wie Vendetta« einen weiteren Kult-Comic-Roman von Alan Moore (»From Hell«). Heraus kam jedoch keine Polit-Parabel, sondern eine moderne »Robin Hood«-Variation, bei der die Schauwerte dominieren. In den ruhigen Phasen kommt das Werk dagegen zu geschwätzig daher. Beeindruckend wie immer Natalie Portman, deren Haarpracht in einer Szene zum Opfer fällt. Die Comic-Klientel wird begierig zugreifen. (VideoWoche)
In einem fiktiven Großbritannien der Zukunft: »V« (Hugo Weaving) ein belesener und intellektueller, aber zugleich auch rachsüchtiger und brutaler Mensch, hat sein Leben der Befreiung seiner Mitbürger verschrieben. Getrieben von persönlicher Vergeltungssucht will der maskierte Unbekannte mit gezielten Anschlägen die Führungsriege eines totalitären Regimes zur Strecke bringen, das sein Volk bedingungslos ausbeutet und tyrannisiert. Als Evey (Natalie Portman) »V«´s Geheimnis auf die Spur kommt, entdeckt sie auch die Wahrheit ihrer eigenen Vergangenheit und entwickelt sich zu einer unerwarteten Verbündeten bei seinem Ziel, Freiheit und Gerechtigkeit für eine durch Grausamkeit und Korruption unterdrückte Gesellschaft zurückzugewinnen ... (Warner Bros. Pictures)
Vor dem Hintergrund eines fiktiven totalitären Staates im Großbritannien der Zukunft, erzählt »V wie Vendetta« die Geschichte einer jungen Frau aus der Arbeiterklasse namens Evey (Natalie Portman), die von einem maskierten Mann (Hugo Weaving), der unter dem Pseudonym »V« bekannt ist, aus einer lebensbedrohlichen Lage gerettet wird. »V«, ein zugleich belesener, exzentrischer, empfindsamer und intellektueller Mensch, hat sein Leben der Befreiung seiner Mitbürger von jenen verschrieben, die sie bis zur vollkommenen Gleichgültigkeit terrorisiert haben. Aber er ist auch ein verbitterter, rachsüchtiger, einsamer und brutaler Mensch, der von seiner persönlichen Vergeltungssucht getrieben wird.
In seinem Bestreben, die englischen Bürger von der Korruption und Grausamkeit der Regierung zu befreien, verdammt er die tyrannische Natur der Führungsriege und fordert seine Mitbürger auf, mit ihm am 5. November – dem traditionellen »Guy Fawkes Day« – vor das Parlament zu ziehen. An jenem Tag des Jahres 1605 entdeckte man Guy Fawkes und 36 Fässer Schießpulver in einem Tunnel unter dem Parlamentsgebäude. Er und seine Mitverschwörer hatten als Hochverräter den so genannten »Gunpowder Plot« als Reaktion auf die tyrannische Regierung unter James I. geplant. Fawkes und die übrigen Saboteure wurden gehängt, ausgeweidet und gevierteilt – ihre Umsturzpläne wurden nie ausgeführt.
Im Geiste dieser Rebellion, in Erinnerung an diesen Tag, schwört »V«, Fawkes’ Plan durchzuführen, wie er für den 5. November 1605 vorgesehen war: Er will das Parlament in die Luft sprengen. Als Evey »V«s Geheimnis auf die Spur kommt, entdeckt sie auch die Wahrheit ihrer eigenen Vergangenheit – und entwickelt sich zu einer unerwarteten Verbündeten bei seinem Ziel, Freiheit und Gerechtigkeit für eine durch Grausamkeit und Korruption unterdrückte Gesellschaft zurückzugewinnen. Der Film stützt sich auf den Comic-Roman »V wie Vendetta«: Er erschien erstmals 1981 in dem unabhängigen monatlichen Comic-Magazin »Warrior«, das schnell eine Kultgemeinde um sich scharte. Die Blattmacher Alan Moore und David Lloyd brachten 26 Ausgaben heraus, bis das Magazin eingestellt wurde – deshalb erfuhren die Fans nie den Schluss der Geschichte. Erst nach fünfjähriger Pause vollendeten Moore und Lloyd »V wie Vendetta« im Jahr 1989 unter dem Dach von DC – in diesem Verlag erschien die gesamte Geschichte als Comic-Roman.
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Mit der Verfilmung des subversiven Comicromans von Alan Moore und David Lloyd wagen sich die Brüder Andy und Larry Wachowski sowie Produzent Joel Silver in ihrer ersten gemeinsamen Arbeit nach Abschluss der »Matrix«-Trilogie an explosives Material. Angelegt als visuell überbordendes Blockbuster-Entertainment, ist die Geschichte eines geheimnisvollen Maskenmannes, der bei seinem Kampf gegen ein totalitäres System auch auf terroristische Gewalt nicht verzichtet, eine Parabel mit Zündstoff, ein Aufruf zum zivilen Ungehorsam.
Der Selbstmordattentäter als Superheld: Wann hätte man aus dem Studiosystem jemals einen Film gesehen, dessen triumphaler Höhepunkt die Sprengung eines altehrwürdigen Regierungssitzes – in diesem Fall die Houses of Parliament inklusive Big Ben – gewesen wäre – zu den Klängen von Tschaikowskis »1812« und begleitet von einem Funken sprühenden Feuerwerk noch dazu? »V wie Vendetta« liebt es, sich weit aus dem Fenster zu lehnen, und gefällt sich in seiner anarchistischen Pose: Der in Potsdam-Babelsberg gedrehte Film hat alle Zutaten eines lupenreinen Hollywood-Blockbusters, ist aber nur visuell glattgebügelt, denn er gibt sich alle erdenkliche Mühe, seine süffigen Bilder gleich selbst zu sabotieren und en passant den aufrührerischen Geist subversiver Filme wie »If ...« oder »Die Schlacht von Algier« zu beschwören.
Das Ergebnis ist Actionfilm, Science-Fiction, Satire und Systemkritik in einem und der Film quasi sein eigener Terrorist. Der zu Grunde liegende Comicroman entstammt einer Serie, die von Alan Moore und seinem Zeichner David Lloyd 1986 begonnen wurde, und verstand sich als Reaktion auf die Daumenschrauben des repressiven Thatcherismus. Den Wachowskis, die eine erste Drehbuchfassung Mitte der 1990er-Jahre schrieben, die Drehfassung aber erst nach Fertigstellung von »Matrix Revolutions« vorlegten, dient die Vorlage als Blaupause, die sie einerseits entschlackten, andererseits aber auch um eindeutige Verweise auf das Amerika von George W. Bush nach dem 11. September anreicherten.
Die allgemeine Stoßrichtung wurde bei dem Film »V wie Vendetta« beibehalten, die heiligen Kühe werden weiter geschlachtet, die Abneigung gegen jede Form von institutionalisierter Kontrolle ist nicht nur immer spürbar, sondern raison d´être des Unterfangens: Die Welt des Jahres 2020 versinkt in Chaos, Amerika ist gefallen, Großbritannien hat als faschistischer Staat überlebt, in dem mit unliebigen Minderheiten – explizit werden im Film Querulanten, Homosexuelle und Moslems genannt – kurzer Prozess gemacht wird.
Im Mittelpunkt steht die junge TV-Assistentin Evey (Natalie Portman), deren Eltern ebenfalls vom System beseitigt wurden. In einer dunklen Gasse wird sie von vier Polizisten bedrängt und von einer Gestalt mit ewig grinsender Maske vor der Vergewaltigung gerettet. Der Fremde mit dem Plastikantlitz stellt sich einfach nur als »V« vor. »V« (Hugo Weaving) will es seinem Vorbild, dem katholischen Revolutionär Guy Fawkes, gleichtun, der es sich in den Sinn gesetzt hatte, am 5. November 1605 das Parlament in die Luft zu sprengen – und Evey soll ihm dabei helfen, den Plan in einem Jahr umzusetzen.
Dreigeteilt läuft die Handlung weiter: »V« beginnt einen Rachefeldzug gegen die, die ihn zu der scheinbar allwissenden und allmächtigen Figur werden ließen, die Angst und Schrecken in höchste Regierungsetagen trägt und der die Polizei in Gestalt von Stephen Rea auf den Fersen ist. Gleichzeitig durchläuft Evey eine vergleichbare Entwicklung wie ihr geheimnisvoller Mentor: Auch sie wird eingekerkert und zuerst ihres Kopfhaars, dann aller Hoffnung und schließlich ihrer Angst beraubt – Geburt einer Freiheitskämpferin.
Trotz hitziger Umsetzung des brisanten Stoffs durch den einstigen Regieassistenten James McTeigue, offenkundig in enger Zusammenarbeit mit den Wachowski-Brüdern, kann eine gewisse Kälte nicht verleugnet werden. Dass das ausgeklügelte Schachspiel mit revolutionärem Anspruch aber als Entertainment und nicht zuletzt herausragende Comic-Adaption funktioniert, ist Natalie Portman in der Rolle der Evey zu verdanken: Sie ist der emotionale Anker, gerade wenn sie alleine mit einem Superhelden mit grotesker Maske – »V« wird von Hugo Weaving gespielt, aber vor allem intensiv gesprochen – zu agieren hat. Wenn ihr und damit dem Zuschauer die Augen geöffnet werden, dann erfüllt »V wie Vendetta« seinen Anspruch, purer Pop mit Widerstand im Sinn zu sein, lauter als eine Bombe.
(Blickpunkt:Film)
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