Kyle MacLachlan, Michael Ontkean, Sheryl Lee, Lara Flynn Boyle
»Twin Peaks – Die 2. Season, Teil 2 von 2«
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Twin Peaks – Die 2. Season, Teil 2 von 2
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| Originaltitel |
Twin Peaks |
| Genre |
Mystery-Serie |
| Produktionsland/-jahr |
USA 1990-91 |
| Produktion/Vertrieb |
CIC/Paramount |
| Filmlänge |
541 Minuten |
| FSK-Altersfreigabe |
ab 16 Jahren |
| Kinostart |
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| DVD-Veröffentlichung |
5.4.2007 |
SchauspielerInnen/ HauptdarstellerInnen
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Kyle MacLachlan Michael Ontkean Sheryl Lee Lara Flynn Boyle |
Regisseur(e)
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David Lynch
Lesli Linka
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Kyle MacLachlan, Michael Ontkean, Sheryl Lee, Lara Flynn Boyle
»Twin Peaks – Die 2. Season, Teil 2 von 2«
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FBI-Agent Dale Cooper wird in das verschlafene Twin Peaks geschickt, um den Mord an der jungen Laura Palmer aufzuklären. Schnell stellt er eine Verbindung zu einem ähnlichen Mord her, der sich ein Jahr zuvor in einem Nachbarort ereignet hat. Außerdem zeigt sich, dass Laura nicht das brave Mädchen war, für das man sie hätte halten können. Drogen und sogar Prostitution sind auf einmal ein Thema in dem Provinznest. In einigen bizarren Träumen erscheint Cooper der Geist von Laura, und sie flüstert ihm den Namen ihres Mörders zu, an den er sich allerdings später nie erinnern kann. Erst langsam kristallisiert sich der Täter nach einer Reihe bizarrer Vorfälle aus einer langen Liste von Verdächtigen heraus. (VideoMarkt)
Von Kritikern und Publikum hoch gelobte Serie, die die amerikanische Serienproduktion in Teilen revolutionierte. Lynch und Frost gelang es, neue Standards in Punkto Charaktere und Qualität zu setzen, die man bis dahin vergeblich suchte. Viele sehen in »Twin Peaks« heute eine bahnbrechende Serie, ohne die »Akte X« oder auch »Lost« nicht möglich gewesen wären. (VideoWoche)
Als im April 1990 zum ersten Mal der Pilotfilm von David Lynchs und Mark Frosts neuer Serie Twin Peaks über die amerikanischen Bildschirme flimmerte, war das der Beginn einer neuen Ära im Fernsehen. Etwas Vergleichbares hatte es zuvor noch nicht in diesem Medium gegeben.
Die über Jahrzehnte hinweg gewachsenen Grenzen, die Soap-Operas von Krimiserien und das Komische vom Fantastischen genauso wie vom Melodramatischen trennten, existieren hier nicht mehr. Lynch und sein Partner Mark Frost, dessen Anteil an den Folgen meist gern unterschlagen wird, sind ein bemerkenswertes Risiko eingegangen, als sie die Genres einfach vermischt und damit ein neues, viel größeres Terrain für Fernsehserien geschaffen haben. Dabei ist ihnen das bis dahin schier Unvorstellbare geglückt: eine Serie, die ungeheuer unterhaltsam ist und zugleich ihr Medium als genuine Kunstform entdeckt.
Die kleine, im Nordwesten Amerikas gelegene Gemeinde Twin Peaks ist mehr als nur eine Stadt: Sie ist ein Universum für sich, in dem man sich als Zuschauer praktisch von Anfang an heimisch fühlen kann. Einige ihrer Bewohner wie Harry S. Truman, der freundliche Sheriff der Stadt, Donna Hayward, dieses so unschuldige wie liebenswerte Mädchen von nebenan, James Hurley, der schweigsame jugendliche Rebell, oder Norma Jennings, die jederzeit hilfsbereite Besitzerin des R&R-Diners, sind einem augenblicklich vertraut. Man hat den Eindruck, als würde man sie mit all ihren Schwierigkeiten und Sehnsüchten schon lange kennen und fühlt sich ihnen in Momenten des Glücks wie der Trauer sofort verbunden. Es ist diese emotionale Verbundenheit, die Twin Peaks zu einer solch außergewöhnlichen Serie macht.
Sie lässt einen auch die übrigen Figuren – die seltsamen wie Pete Martell, Major Briggs oder die Log Lady und die zwielichtigen wie Leland Palmer, Ben Horne oder Audrey Horne – mit offeneren Augen sehen. Das Dunkle und das Verrückte gehören genauso wie eine geradezu entwaffnende Normalität und Einfachheit zu der Welt von Twin Peaks. Die beiden Bergspitzen, denen die Stadt und die Serie ihren Namen verdanken, sind auch all die Gegensatzpaare, die das Leben in seiner Gesamtheit ausmachen.
Im Pilotfilm und der gerade einmal sieben Folgen umfassenden ersten Staffel der Serie entwarfen David Lynch und Mark Frost zusammen mit ihren Regisseuren und Koautoren den Kosmos der Serie. Die Ermittlungen im Mordfall Laura Palmer, die den von dem unvergleichlichen Kyle Maclachlan gespielten FBI-Agenten Dale Cooper nach Twin Peaks führen, bilden dabei nur so etwas wie den roten Faden der Serie. Die klassische Krimihandlung wird von Anfang an von mehreren anderen Geschichten überlagert. So hat die Frage nach dem Mörder der Schülerin eigentlich nie die Bedeutung gehabt, die ihr damals, bei der deutschen Erstausstrahlung, zugemessen wurde, als ein Konkurrenzsender die Antwort verriet und so einen kleinen Skandal heraufbeschwor. Alleine die Intrigen rund um das Sägewerk der Packards und die Machenschaften des Hoteliers Horne besitzen schon eine ähnliche Faszination wie die Suche nach Bob.
Zudem liegt das eigentliche Geheimnis und Erfolgsrezept von Twin Peaks eher in der Atmosphäre der Serie als in ihrer Handlung. Auch wenn man die Folgen schon mehrfach gesehen hat, verlieren sie kaum etwas von ihrer magischen Faszination. Man kehrt einfach gerne in die Welt von Twin Peaks zurück: mal, um dem Wind zu lauschen, der durch die rings um die Stadt gelegenen Wälder weht, mal, um mit Agent Cooper bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kirschkuchen für einen Moment Frieden zu finden. Natürlich auch, um tiefer in die Geheimnisse des roten Raums einzudringen oder einfach nur, um sich immer wieder an all den kleinen, aber unvergesslichen Momenten, wie dem Monolog Donnas an Lauras Grab in der fünften Episode, zu erfreuen.
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