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»Thank You For Smoking« ist das Regiedebüt von Ivan Reitmans Sohn Jason, eine gallige Satire über die Corporate Culture in den USA, die in alle Richtungen kräftig austeilt und die Zielscheibe selten verfehlt. Eine neue Herausforderung wartet auf Nick Naylor (Aaron Eckhart), den PR-Profi der amerikanischen Tabaklobby. Bei Jeff Megall (Rob Lowe), einem von Hollywoods Top-Agenten, setzt er sich dafür ein, dass auf der Leinwand wieder ordentlich gequalmt wird – so wie in den guten alten Zeiten. Außerdem muss er noch beim todkranken Marlboro-Mann vorstellig werden, um diesen mit einer satten Schmiergeldzahlung davon abzubringen, weiterhin gegen das Rauchen mobil zu machen. Und ein gesundheitsfanatischer Senator macht Nicks Job auch nicht einfach. (Blickpunkt:Film)
Wer die größte Klappe besitzt, dem gehört die Welt, behauptet Regisseur Jason Reitman in seinem Film »Thank You For Smoking«, und führt gleich den Beweis. Mit leichter Hand führt er seine superbe Darstellerriege, die sichtbar mit Lust bei der Sache ist – sein Film verteilt Hiebe nach allen Seiten, gerät aber nie gehässig, kitschig oder anbiedernd. So wandelt er ständig auf dem schmalen Grat zwischen Sympathie und Verachtung für seine moralisch fragwürdigen Hauptfiguren. »Thank You For Smoking« ist eine höchst gelungene Satire für alle Freunde des subtilen Humors. (VideoWoche)
Der smarte PR-Manager Nick Naylor (Aaron Eckhart) kämpft mit harten Bandagen für das ramponierte Image der amerikanischen Zigarettenindustrie. Gesundheitsfanatiker wie Senator Finistirre (William H. Macy), der Warnhinweise und Giftaufkleber auf Zigarettenpackungen anbringen lassen möchte, haben gegen den aalglatten Nick keine Chance. Doch eine charmante, aber knallharte Journalistin (Katie Holmes), eine Todesdrohung und sein 12-jähriger Sohn Joey (Cameron Bright) bringen den gewissenlosen Strategen plötzlich aus dem durchdachten Konzept ... »Thank You For Smoking« ist eine teerschwarze Satire und bitterböse Abrechnung mit den Machenschaften der Tabakindustrie. (Amango)
Der Held des Films »Thank You For Smoking« ist Nick Naylor (Aaron Eckhart), oberster Pressesprecher von »Big Tobacco«, der seinen Lebensunterhalt damit verdient, die Rechte der Raucher und Zigarettenhersteller in der heutigen neo-puritanischen Welt zu verteidigen. Auf seinem Kreuzzug stellt er sich Gesundheitsfanatikern, die Tabak verbieten lassen wollen, und dem Senator (William H. Macy), der Warnhinweise und Giftaufkleber auf den Zigarettenpackungen anbringen lassen möchte.
Nick startet eine groß angelegte PR-Offensive, spielt in Fernsehtalkshows das Gesundheitsrisiko, das Rauchen mit sich bringt, herunter und engagiert sogar den einflussreichen Hollywood-Agenten Jeff Megall (Rob Lowe), der dafür sorgen soll, dass das Rauchen auch in Filmen positiv promotet wird. Sein neugewonnener schlechter Ruf bringt Nick ungeahnte Aufmerksamkeit ein. Nicht nur der Oberboss der Tabakindustrie beobachtet sein Handeln, Nicks Arbeit hat auch die einflussreiche Journalistin Heather Holloway (Katie Holmes) auf die Spur gelockt. Nick rechtfertigt seine Arbeit damit, dass er nun mal Geld verdienen muss, um seine Hypothek abzuzahlen, aber der prüfende Blick seines Sohnes Joey (Cameron Bright) und eine ziemlich reale Todesdrohung könnten ihn dazu zwingen, anders zu denken ...
(20th Century Fox)
Wollten Sie schon immer mal mit dem Rauchen aufhören und haben es nie geschafft? Dann mag weiterhin fraglich bleiben, ob Sie es mit der Produktion »Thank You For Smoking« schaffen. Rauchende Menschen bleiben, wie man es von US-Produktionen gewohnt ist, optisch abstinent, was in Anbetracht des Topics etwas fragwürdig daher kommt. Dennoch die Produktion muntert auf, sich mit der Materie auseinander zu setzen und spart nicht an bissigen Seitenhieben à la Michael Moore. Also überlegen Sie sich gut, was sie wirklich wollen, ob es Fliegen-Können, Glücklich- oder Reichsein oder einfach nur Rauchen-Dürfen ist, sie müssen es nur verbalisieren, ... äh ... in den Mund nehmen können. Fazit: Raffiniert! (Movieman.de)
Wie sagt man so schön: Aaron Eckhart wurde geboren, um die Rolle von Nick Naylor zu spielen, der »Stimme von Big Tobacco« in der herrlich unverschämten Satire »Thank You For Smoking« über Konzern-Profite und was Lobbyisten alles tun, um sie zu beschützen. Von Beginn an erweist sich Eckhart als Meister der Manipulation und Verdrehung, als er in einer Fernseh-Talkshow klar stellt, dass die Gesundheitsapostel weit mehr Interesse als die Tabakkonzerne am baldigen Ableben eines jugendlichen, krebskranken Interview-Gastes haben, da der Junge für sie ein Märtyrer wäre, für die Industrie jedoch ein verlorener Kunde. Das Publikum schreckt auf, die Diskussionsteilnehmer lachen, und der Junge schüttelt lächelnd Nicks Hand. Bei der »Akademie für Tabak-Studien»gibt es außer Nick noch mehr verrückte Typen, zum Beispiel seinen knurrigen Boss (J.K. Simmons) und den Colonel (Robert Duvall), unangefochtener Anführer der Tabak-Lobby. Nicks engsten Freunde sind die Chef-Lobbyisten für Waffen (David Koechner) und Alkohol (Maria Bello), mit denen er ihr merkwürdiges Geschäft bei regelmäßigen Mittagessen bespricht, aber als eine knuddelige Reporterin (Katie Holmes) in seinem Leben auftaucht, beginnen sich die Dinge zu entwickeln.
Basierend auf Christopher Buckleys noch weitaus abgefahrenem Roman erweist sich »Thank You for Smoking« als Leuchtfeuer für Filmfreunde, die von der mutlosen Konfektionsware Hollywoods ermüdet sind, auch dank der exzellenten Besetzung unter Regie-Debütant Jason Reitman, zu der unter anderem Spitzenmänner wie William H. Macy und Sam Elliot gehören. Nicks Sohn Joey (Cameron Bright), im Roman kaum von Bedeutung, wird hier zu einem entscheidenden Einfluss in Nicks Entwicklung und zu einem fleißigen Student von »Naylorismen« wie »Wenn du richtig argumentierst, liegst du niemals falsch«. Allerdings zeigt ein Vater-Sohn-Trip nach Hollywood zu einem Agenten (Rob Lowe, so aalglatt wie nie) auf, wie die Einbeziehung des Sohnes dem Film sowohl hilft als auch schadet. Fans des Buchs werden die boshafte Handlungsentwicklung vermissen, doch das Endergebnis von »Thank You For Smoking« in Filmform erweist sich trotzdem als überaus freche und schlaue Komödie, die man sich genussvoll genehmigen kann.
(Doug Thomas, Amazon )
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