Ewan McGregor, Natalie Portman, Hayden Christensen, Ian McDiarmid »Star Wars – Krieg der Sterne, Episode III: Die Rache der Sith« Kritiken Infos aktuelle Angebote
»Star Wars – Krieg der Sterne, Episode III: Die Rache der Sith« ist der Abschluss von George Lucas’ Saga über die Verführung, Verbannung und Erlösung eines Jedi. Nichts weniger als das Rätsel um den Sinneswandel des schmucken Jung-Jedis Anakin (Hayden Christensen) zum bösen Helmträger wird im vorerst letzten Abenteuer der Sternensaga gelüftet. Zuvor aber gibt´s noch ausgiebig interstellare Klonkriege sowie die mit den Zwillingen Luke Skywalker und Leia schwangere Amidala zu bestaunen und es gilt, den fiesen Sith-Lord Sidious schachmatt zu setzen, bis es schließlich zur finalen Auseinandersetzung zwischen dem immer böser werdenden Anakin und seinem tief enttäuschten Ex-Mentor Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) kommt. (Blickpunkt:Film)
Fast 30 Jahre nachdem der »Krieg der Sterne« ausbrach, schließt Mastermind George Lucas seinen mega-gehypten Sechsteiler ab. »Die Rache der Sith« ist sicherlich der düsterste aller »Star Wars«-Episoden. Alles andere aber ist altbewährtes bombastisches Effekte-Kino auf allerhöchstem Niveau. Dabei halten sich temporeiche Action-Sequenzen und ruhige Dialog-Szenen in etwa die Waage. Dazu gibt´s die berühmten Laserschwert-Duelle und sogar ein Wiedersehen mit alten Figuren.
Es ist vollbracht! Ein Vater stirbt, wird als Vader wiedergeboren, doch kein irdischer Jedi muss fürchten, wie er von der dunklen Seite der Macht verführt zu werden. Denn die »Rache der Sith« wird keinen Zorn zeugen unter den Schülern von Master Lucas, der mit dem Abschluss der Skywalker-Saga die Erwartungen auf einen starken, düsteren Abschied erfüllt. Alle losen Enden werden verknüpft und die Saat gesät für eine neue Hoffnung mit Nonstop-Action und einem Heldenfriedhof, der von Millionen besucht werden wird. »Die Furcht vor Verlust ein Pfad zur dunklen Seite ist«, weiß Yoda. Nicht nur deshalb sollte der Verleih eine kommerzielle Enttäuschung bei diesem Blockbuster nicht befürchten. (Blickpunkt:Film)
Der von Obi Wan Kenobi (Ewan McGregor) zum Jedi-Ritter ausgebildete Anakin Skywalker (Hayden Christensen) wird für die Seite des Guten gewonnen, und auch von den Sith, die die Jedis vor tausenden von Jahren für besiegt glaubten, umworben. Mit dem jungen Mann sehen sie die Gelegenheit gekommen, die Herrschaft über die Galaxie wieder an sich zu reißen. (Amazon)
Bis zur Hälfte des Files dachte ich: »Mein Gott, George«. Vor allem das unpassende Liebessäuselei stört sehr und gehört eigentlich entfernt. Annakin »Du bist so schön«, Padmé »Das liegt an Deiner Liebe zu mir«, Annakin: »Nein, das ist Deine Liebe zu mir« ...ooaaah!! Genauso fehl am Platz ist die Leichtigkeit, ja Unbekümmertheit von Annakin und Obi Wan, die Dutzende der gefürchteten Kampfmaschinen mit einem Handstrich erledigen. Dies erzeugt eine gewisse Aura der Unverwundbarkeit der Jedi und kollidiert später heftig mit der beinahe vollständigen und wehrlos erscheinenden Ausrottung der Jedi.
Ab der zweiten Hälfte dann, wenn aus Annakin Darth Vader wird, wird es außerordentlich spannend und Lucas konzentriert sich mit ungestümer Geschwindigkeit auf das Erreichen des bekannten und doch unbekannten Endes. Wenn dann Lord Vader in seinem Anzug steckt und ihm die Maske aufgesetzt wird, setzt eine endlos scheinende Pause ein, in der man unbewusst auch den Atem anhält. Und dann ... dieses dämonische, unheilvolle und berühmte Atmen ... die Transformation von Annakin zu Darth Vader, vom Guten zum Bösen, ist abgeschlossen.
Abschließend kann man sagen, dass die dritte Episode alle Fragen beantwortet, die man sich die letzten 28 Jahren Star Wars gestellt hat. »Star Wars Episode III: Die Rache der Sith« ist rund, er ist schlüssig, aber in einigen Dingen zu verspielt, will zu sehr allen gefallen. Die Tierflut ist zwar weitgehend eingedämmt und die CGIs sind auch wieder etwas besser gelungen (für diesen Anspruch), aber für den düstersten Teil der Saga, darf es auch ruhig flächendeckend bedrohlich sein. Auf jeden Fall ein sehr wertvoller Film, der für die SFX-Episode 1 und 2 entschädigen wird. Denn hier erzählt die Geschichte den Film und nicht Industrial Light and Magic. Fazit: »Episode III – Die Rache der Sith« ist der beste aller 6 Teile, die »Star Wars«-Saga ist vollendet.