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»Pearl Harbor« ist ein gewaltiges Liebesepos vor historischer Kulisse über zwei beste Freunde, die die gleiche Frau lieben. New Jersey 1941. Rafe (Ben Affleck) und Danny (Josh Hartnett) sind Piloten der U.S. Army. Als Rafe sich freiwillig meldet, um an der Seite der Engländer gegen die Nazis zu kämpfen, lässt er nicht nur seinen Kumpel, sondern auch seine große Liebe, die Krankenschwester Evelyn (Kate Beckinsale), zurück. Zwischenzeitlich nach Hawaii versetzt, wird Danny und Evelyn hinterbracht, dass Rafe gefallen sei. Nach Monaten der Trauer kommen die beiden einander näher und verlieben sich. Da steht Rafe plötzlich vor Evelyn – und ehe das Gefühlschaos bereinigt werden kann, greifen die Japaner Pearl Harbor an. (Blickpunkt:Film)
Rafe hat sich freiwillig zum Kampf gegen die Nazis gemeldet. Seine Freundin Evelyn erhält die Nachricht von seinem Tode und verliebt sich später in dessen Freund Danny. Da steht Rafe plötzlich vor der Tür. Patriotisches Kriegsdrama. Mit rund 4,5 Millionen Besuchern gelang Michael Bay (»Armageddon«) der vierterfolgreichste Kinofilm des Jahres 2001. Im Mittelpunkt des überlangen, tricktechnisch brillant umgesetzten und extrem teueren Spektakels »Pearl Harbor« steht das schlimmste US-Trauma des letzten Jahrhunderts, das in eine Rahmenhandlung um eine tragische Dreiecks-Liebesgeschichte eingebettet wurde. Getrübt wird das Bild jedoch von durchschnittlichen Darstellerleistungen und unreflektiertem Hurra-Patriotismus. (VideoWoche)
Capt. Rafe McCawley (Ben Affleck) und Capt. Danny Walker (Josh Hartnett) sind seit schon seit Kindesbeinen die besten Freunde. Das Fliegen ist für die beiden Piloten der U.S. Army die große Leidenschaft. Als Rafe sich als Freiwilliger zu einem waghalsigen Kommando meldet, lässt er nicht nur seinen besten Freund zurück, sondern auch seine große Liebe, die hübsche Krankenschwester Evelyn Johnson (Kate Beckinsale). Das paradiesische Leben auf Hawaii hat für Evelyn und Danny jäh ein Ende als die Nachricht eintrifft, Rafe sei gefallen. Über ihren gemeinsamen Kummer kommen sich Evelyn und Danny näher und aus Freundschaft wird Liebe. Da steht plötzlich Rafe vor der Tür! Die Lage droht zu eskalieren, doch als der Angriff Japans auf Pearl Harbor erfolgt, nimmt das Schicksal für die drei eine völlig neue Wendung ... (Touchstone)
Es wäre untertrieben zu behaupten, »Pearl Harbor« wäre eine Rückkehr zum traditionellen Kriegsfilm. Diese monumentale filmische Auseinandersetzung mit dem Bombenangriff der Japaner, der die USA in den Zweiten Weltkrieg hineinzog, hat sämtliche Situationen und Klischees übernommen, die Sie je in einem Kriegsfilm gesehen haben, und überzieht sie mit einem Hochglanz, bis der gesamte Film regelrecht strahlt. Flugzeuge funkeln, das Wasser glitzert, Bäume wiegen sich; und Michael Bays Inszenierung des Bombenangriffs selbst – eine 30-minütige, straff choreografierte und auf erstaunliche Weise fotografierte Sequenz, rückt die Grenze des Machbaren auf der Actionfilm-Skala ein gutes Stück nach oben.
Als Tribut an den klassischen Kriegsfilm verwendeten Michael Bay und Drehbuchautor Randall Wallace (»Braveheart«) die gute, alte Kriegsfilm-Nebenhandlung – die Dreiecksbeziehung. Diesmal geht es um zwei Piloten (Ben Affleck und Josh Hartnett) und eine Krankenschwester (Kate Beckinsale), die sich am 7. Dezember 1941 auf einem – ihrem Empfinden nach – hübschen, sonnigen Diensteinsatz auf der Insel befinden. Bis ihnen die Geschichte in die Quere kommt.
In den ersten 90 Minuten von »Pearl Harbor« entwickelt sich ein angenehmes, ansprechendes Zusammenwirken zwischen Affleck und Beckinsale, das seine Stärken als Filmstar und ihre als seriöse Schauspielerin herausstreicht – er verleiht ihr Glamour, während ihr Intellekt wiederum auf ihn abfärbt. Dank ihres Charmes kommt ihre zu kurz gekommene Liebe gut rüber – deren Anfang in Rückblenden erzählt wird, damit wir rasch an den Punkt kommen, an dem er sie verlassen muss, um nach England zu gehen. Sie sind zwar nicht Kate Winslet und Leonardo DiCaprio aus »Titanic«, aber auf ihre ganz eigene Art nicht minder reizend.
Josh Hartnett, als der nicht ganz unwillkommene Dritte in der Runde, blickt wohl mutig in die Ferne, drückt dem Film jedoch nur einen ganz leichten Stempel auf. Alle anderen Mitwirkenden in »Pearl Harbor« (Cuba Gooding Jr., Jon Voight, Alec Baldwin, Tom Sizemore, Jennifer Garner, William Lee Scott, Tom Everett u.a.) sind angesichts der Pyrotechnik und der Actionsequenzen, die diesen dreistündigen Film fast ununterbrochen in Gang halten, fast zur Zweitrangigkeit verurteilt. Wenn diese Action jedoch richtig in Schwung kommt, ist »Pearl Harbor« eine äußerst aufregende Achterbahnfahrt.
(Mark Englehart, Amazon )
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