Ein Zugführer erlebt skurrile Begegnungen nach seiner Pensionierung in einem warmherzigen Winter-Märchen. Lakonisches zum Lebensabend weiß der Norweger Bent Hamer auf milde komische Weise zu erzählen und knüpft damit an seinen Erfolg »Kitchen Stories« an, dessen Besucherzahlen in der Heimat sogar übertroffen wurden. (VideoMarkt)
Der allein nur mit einem Wellensittich lebende Odd Horten tritt nach seiner Pensionierung als Zugführer eine letzte Reise an bzw. lässt sich treiben. Er trifft sich u.a. mit einer alten Freundin, schließt aber auch neue Bekanntschaften, z.B. mit einem trinkfreudigen Professor und Weltenbummler, der ihn nach philosophischer Diskussion zu einer Blindautofahrt einlädt. (Blickpunkt:Film)
Als angenehm gemächliche und skurrile Charakterstudie legt Bent Hamer (»Kitchen Stories«, »Factotum«) sein lakonisches Winter-Märchen an, dessen Episoden nicht unbedingt durch Logik zusammengefügt sind, sondern durch die Stimmung. Die bewegt sich zwischen den Polen Melancholie und subtiler Komik. Ein Hit im Heimatland Norwegen, hierzulande eine wunderbare Entdeckung in Arthouse-Kinos. (VideoWoche)
»O´Horten« ist eine wunderbar lakonische Erzählung über die Wege, die das Schicksal nimmt. Nach einem kurzen Exil in Amerika, wo er die Bukowski-Verfilmung »Factotum« drehte, kehrt Bent Hamer zurück in seine norwegische Heimat und dem Stil seines bislang erfolgreichsten Films »Kitchen Stories«. In perfekt komponierten, meist statischen Bildern beschreibt »O´Horten«, wie die Titelfigur, ein Lokomotivführer, mit dem Übergang vom Berufsleben zur Rente umgeht. Stilistisch erreicht Hamer dabei die Klasse seines offensichtlichen Vorbildes Aki Kaurismäki, bevorzugt jedoch einen deutlich weniger satirischen Blick auf die Welt als der Finne. (Arthouse)
Ein Zug rollt durchs winterliche Norwegen. In der Führerkabine sitzt Odd Horten (Baard Owe), 67, auf seiner vorletzten Fahrt von Oslo nach Bergen. Morgen will er zum letzten Mal seinen Dienst antreten. Aber zum ersten Mal in fast vierzig Jahren verschläft der sonst so besonnene Horten und verpasst tatsächlich seinen letzten Zug. Das Missgeschick ist erst der Anfang einer unglaublichen Odyssee, in die Horten mit roten Stöckelschuhen an den Füßen stolpert.
Die Welt ist ein Spielplatz voller verrückter Ereignisse. Seltsam sind die Wege, die das Schicksal geht und das Chaos eröffnet auf einmal ungeahnte Möglichkeiten. Alles kann passieren. Und vielleicht gehen die Träume, zu denen uns bisher immer der Mut fehlte, am Ende ja doch in Erfüllung?
Bent Hammer (»Kitchen Stories«, »Factotum«) verzaubert sein Publikum mit einer wunderbar lakonischen Erzählung über die Wege, die das Schicksal nimmt, wenn der Fahrplan plötzlich nicht mehr gilt. Seine herzerwärmende und skurrile Geschichte des norwegischen Lokführers Odd Horten, der erst im Ruhestand anfängt das Leben ausserhalb eines geregelten Fahrplans kennenzulernen, ist eine wunderbar lakonische Ergänzung für das Weihnachtsprogramm der Arthouse-Kinos. Im Heimatland Norwegen übertraf »O’ Horten« schon die Besucherzahlen von Bent Hamers bisher erfolgreichstem Film »Kitchen Stories«.
»O´Horten« erhielt bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 2008 den Spezialpreis der Jury »Un certain regard«.