Robert De Niro, Christopher Walken, Meryl Streep, John Savage
»Die durch die Hölle gehen«
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Die durch die Hölle gehen
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Robert De Niro, Christopher Walken, Meryl Streep, John Savage
»Die durch die Hölle gehen«
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»Die durch die Hölle gehen« ist eine schonungslose Abrechnung mit dem Vietnamkrieg. Erzählt wird die Geschichte von drei jungen amerikanischen Männern russischer Abstammung, die in den Krieg geschickt werden: Einer verliert seine Beine, der Zweite stirbt, bereits psychisch erkrankt, beim Russisch-Roulette und der Dritte leidet unter einer zerstörten Gefühlswelt. Michael (Robert De Niro), Nick (Christopher Walken) und Steven (John Savage), drei Freunde aus einem vorwiegend von russischen Auswanderern besiedelten Teil von Pennsylvania, gehen Ende der 1960er-Jahre gemeinsam nach Vietnam. Vor Ort erlebt das Trio traumatische Abenteuer, gerät in die Gefangenschaft des Vietcong und kämpft sich unter unendlichen Mühen den Weg zurück in die Freiheit. Nur zwei Freunde kehren schließlich – mehr oder weniger gesundheitlich ramponiert – in die Heimat zurück. (Blickpunkt:Film)
»Die durch die Hölle gehen« ist ein vieldiskutiertes (Anti-)Kriegsdrama von Michael Cimino (»Heaven´s Gate«), der mit diesem Film einen Grundstein zur Aufarbeitung des Vietnamtraumas durch Hollywood legte. Zwar wird auch unter der Ägide von Cimino der asiatische Gegner mit absurden Karikaturen beleidigt, doch in der filigranen Zeichnung der amerikanischen Protagonisten tritt das Lebensgefühl und die Situation der unfreiwilligen US-Krieger authentisch zutage. Hochleistungen der beteiligten Darsteller (Robert De Niro, Christopher Walken, Meryl Streep) runden das formale Meisterwerk »Die durch die Hölle gehen« ab. (VideoWoche)
Die Hochzeitsfeier wird für den jungen Ehemann und zwei seiner Freunde zum bitteren Abschied. Am nächsten Tag werden Mike (Robert De Niro), Steven (John Savage) und Nick (Christopher Walken) direkt in die tosende Hölle des Vietnamkrieges geschickt. Nach erbarmungslosem Kampf werden die drei im Dschungel gefangengenommen. Ihre Aufseher spielen mit den Gefangenen ein tödliches Spiel: Russisches Roulette. Nach gelungener Flucht kehrt Mike als gebrochener Mann in die Heimat zurück. Nick, der beim Roulette überlebte, verdingt sich als »Unbesiegbarer« dieses teuflischen Spiels in den Vergnügungsvierteln von Vietnam. Mike fliegt zurück, um seinen Freund auch aus dieser Hölle herauszuholen. (Kinowelt)
»Die durch die Hölle gehen« ist streng genommen gar kein Kriegsfilm. Der Krieg findet nur in einer Einstellung statt, wenn auch da in voller Brutalität, wenn ein Soldat ein Versteck mit vietnamesischen Kindern entdeckt und dort hinein eine Handgranate wirft – ein schöner Kontrast, zu den kurz vorher gezeigten idyllischen Aufnahmnen, in denen Michael einen Hirsch erlegt. Vielmehr will Regisseur Michael Cimino zeigen, wie der Krieg Menschen verändert. Hierzu nimmt er sich viel Zeit für die Exposition und die Darstellung seiner 3 Hauptdarsteller, was dann auch die stattliche Länge von knapp 3 Stunden bedingt. Wahrscheinlich brauchte der amerikanische Film diese Verarbeitung des Vietnam-Traumas: »Die durch die Hölle gehen« war der große Gewinner der Oscar-Verleihung 1978 mit 9 Nominierungen und 5 Trophäen. (moviemaster.de)
»Die durch die Hölle gehen« gewann fünf Oscars, darunter jene in den Kategorien Bester Film und Beste Regie. Er ist sowohl ein verwegenes Stück Selbstüberschätzung seitens des Regisseurs als auch einer der großartigsten Filme, die je über Freundschaft und die Auswirkungen des Krieges auf den einzelnen gedreht wurden. Wie »Apocalypse Now« ist er kaum als konventioneller Kriegsfilm zu bezeichnen. Und auch wenn die Erfahrungen der Soldaten in »Platoon« mit mehr Wirklichkeitsnähe behandelt wurden, erzielt seine Darstellung des Krieges auf der persönlichen Ebene beim Zuschauer geradezu verheerend dramatische Treffer.
Regisseur Michael Cimino (»Heaven´s Gate«, »Im Jahr des Drachen«) mag man vorwerfen, dass er mit den Emotionen des Zuschauers spielt, doch dies tut er meisterhaft und in einer Weise, die die Seele berührt und die Saiten des Mitgefühls anschlägt, wenn er in drastischen, höchst intensiven Szenen schildert, wie die Männer des Krieges in lebensbedrohliche Zwänge geraten. Auch wenn Russisches Roulette kein übliches Vorkommnis in Vietnam war, wird es hier als Metapher für die Sinnlosigkeit des Krieges an sich benutzt. Für den Zuschauer wird es zum Sinnbild der Bewährungsprobe unter Freunden, die auf ihrem Weg durch die Dschungellandschaften der Hölle überleben oder zu Grunde gehen werden. Diese Freunde, Stahlarbeiter aus Pennsylvania, werden gespielt von Robert de Niro (»Der Pate«, »Heat«), John Savage (»Salvador«, »White Squall«) und Christopher Walken (»Brainstorm«, »Last Man Standing«), der für diese Rolle einen Oscar gewann. Als sie wieder in die Heimat zurückkehren, müssen sie mit dem durch Vietnam veränderten Weltbild umgehen lernen.
»Die durch die Hölle gehen« beeindruckt mit der seltenen Kombination aus episch breiter Geschichtserzählung und persönlichem, am Herz rührendem Drama.
(Jeff Shannon, Amazon )
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