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»Der Soldat James Ryan« ist ein kompromissloses Zweites-Weltkriegs-Drama mit phänomenaler Besetzung. Steven Spielbergs würdiger Nachfolger von »Schindlers Liste«. Captain John Miller (Tom Hanks) führt eine der US-Einheiten an, die am 6. Juni 1944 an der Küste der Normandie landen. Trotz höchster Verluste gelingt es, den Strand zu stürmen. In der Folge soll Miller mit einem kleinen Spähtrupp hinter die feindlichen Linien vordringen und den Gefreiten Ryan (Matt Damon) ausfindig machen. James Ryan, dessen drei Brüder an diversen Kriegsschauplätzen gefallen sind, soll auf Anordnung des Kriegsministeriums sicher in die Heimat zurückgebracht werden. Widerwillig begeben sich die acht Soldaten auf ihre lebensgefährliche Mission ... (Blickpunkt:Film)
Mit fünf Oscars bedacht, darunter die für die beste Regie und für die beste Kameraarbeit (Janusz Kaminski), war Steven Spielbergs Anti-Kriegsfilm neben »Shakespeare in Love« der große Gewinner bei der Oscar-Verleihung 1999. Atemraubende Bilder, eine makellose Montage, erschütternde Kampfszenen und das überaus überzeugende Spiel des Darstellerensembles um Tom Hanks, Tom Sizemore, Edward Burns und Matt Damon lassen »Der Soldat James Ryan« zu einem Meilenstein des Genres werden, der den Vergleich zu Meisterwerken wie »Full Metal Jacket« oder »Der schmale Grat« nicht zu scheuen braucht. (VideoWoche)
Zweiter Weltkrieg, kurz nach der Landung der Alliierten in der Normandie: Captain John Miller (Tom Hanks) erhält einen fragwürdigen Auftrag – er soll mit seinen Männern hinter die feindlichen Linien vorstoßen, um den vermissten Soldaten James Ryan (Matt Damon) zu suchen. Drei seiner Brüder sind bereits im Dienst der amerikanischen Armee gefallen, nun soll James, der einzige überlebende Sohn der Ryans, unbedingt wohlbehalten nach Hause zurückkehren. Je weiter die Gruppe in das Feindgebiet vordringt, desto lauter werden die Zweifel: Warum ist dieser eine Soldat es wert, das Leben von acht anderen zu riskieren? Warum zählt sein Leben mehr als das eigene? »Einer für alle, alle für einen« – das hehre Musketiermotto erfährt bei Steven Spielberg eine Auslegung, die so düster ist wie die Epoche, die er beschreibt. (TV Movie)
Als Steven Spielberg ein Jugendlicher war, drehte er seinen ersten Film, einen Kriegsfilm, in einem Hinterhof. Als er mit Mitte zwanzig mit »Duell« durch Europa tourte, sah er alte Männer vor Grabsteinen am Omaha Beach zusammenbrechen (Omaha Beach ist der Tarnname für einen Strandabschnitt bei Dünkirchen, dem Schauplatz der Invasion der Alliierten). Dieses Bild wurde zur Eingangsszene von »Der Soldat James Ryan«, Spielbergs Film über eine Mission, die der D-Day-Invasion folgte. Ein Film, den viele für den realistischsten – und vielleicht besten – Kriegsfilm aller Zeiten halten. Mit den Produktionsmöglichkeiten von 1998 war es Spielberg möglich, eine betäubende und beispiellose Sichtweise auf den Krieg als Hölle darzustellen.
Wir sind am Omaha Beach, als Truppen von den Deutschen abgeschlachtet werden, aber trotzdem die fast unüberwindliche Übermacht besiegen. Ein überzeugender Tom Hanks spielt Captain Miller, Soldat durch und durch, der eine kleine Truppe hinter die feindlichen Linien führt, um einen Soldaten herauszuholen, dessen drei Brüder kurz vorher im Krieg gefallen sind. Dies ist die Art von Werbung, die die Armee für sich macht, aber diese Vorgehensweise hat historische Präzendenzfälle, die bis zum Bürgerkrieg zurückgehen.
Einige Filmkritiker haben die Hauptcharaktere als stereotyp bezeichnet. Wenn das so ist, dann gibt der Film den Stereotypen gute Namen: Tom Sizemore als gewandter Sergeant, Edward Burns als hitzköpfiger Soldat Reiben, Barry Pepper als der religiöse Heckenschütze, Adam Goldberg als der einsame Jude, Vin Diesel als der groß geratene Soldat Caparzo, Giovanni Ribisi als der gefühlvolle Arzt und Jeremy Davis, der in seiner Rolle als sanftmütiger Korporal die denkwürdigste Darstellung des Films gibt.
»Der Soldat James Ryan« ist so komplex und realistisch wie Steven Spielbergs Oscar-Gewinner »Schindlers Liste«, aber er ist cineastischer aufbereitet. Spielberg und sein hoch qualifiziertes Technikerteam – der Film bekam fünf Oscars: Schnitt (Michael Kahn), Kamera (Janusz Kaminski), Ton, Toneffekte und Regie – liefern Schlachtsequenzen, die über das Auge direkt auf den Magen schlagen. Die gezeigte Gewalt ist extrem, aber niemals grundlos. Die letzte Schlacht, eine schwindelerregende Mischung aus Vergnügen, Einfühlungsvermögen und Chaos, führt zu einer tiefgründigen Ruhe. Der Soldat James Ryan bewegt uns mehr, als Schindlers Liste, weil der Film die Vergangenheit auf direkterem Weg mit dem verbindet, wie wir heute fühlen sollten. Es war Steven Spielbergs Berufung, den Film »Der Soldat James Ryan« zu drehen.
(Doug Thomas, Amazon )
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