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Einer der Engel, die die Menschen Berlins trösten, möchte die Welt nach Jahren der Distanziertheit auch als Mensch erleben, als er sich in eine Trapezkünstlerin verliebt. Dazu muss er die Sphäre der Engel verlassen und sterblich werden. Im Austausch lernt er die Welt und Menschen dafür in neuen Farben kennen. Die Engel Damiel und Cassiel teilen über den Dächern und in den Straßen der geteilten Stadt Berlin Gedanken und Gefühle der Menschen, ohne sie selber zu erfahren. Als sich Damiel in die Trapezkünstlerin Marion verliebt, ist es der Schauspieler Peter Falk, ein ehemaliger Engel, der ihm rät, den Sprung in das wirkliche Leben mit allen Konsequenzen zu wagen. (Blickpunkt:Film)
»Der Himmel über Berlin« ist ein meisterhaft poetischer Film, der in Cannes ausgezeichnet wurde. Ein Credo dafür, den Mut der Gefühle zu leben und zu bekennen. Die Qualität ist nicht nur auf die ausgezeichnete Kameraführung zurückzuführen, sondern auch auf die exzellenten Darstellerleistungen. (VideoWoche)
Der Engel Damiel wandelt in Begleitung seines himmlischen Kollegen Cassiel durch Berlin. Auf der Suche nach Gefühlen wie Sehnsucht und Leidenschaft träumt er von der wahrhafigen irdischen Existenz, die einzig den Menschen vorbehalten ist. Damiel verliebt sich in die Trapezkünstlerin Marion und wagt den Schritt in die Unsterblichkeit ... (Kinowelt)
»Als der Engel Engel war, blickte er auf eine Welt in Schwarz-Weiß, konnte es nur verstehen, nicht empfinden. Als der Engel Engel war, sah er die Trapezkünstlerin am Himmel unter dem Zirkuszelt und wollte ein Mensch sein.«
Der Film erzählt die Geschichte des für Sterbliche unsichtbaren Schutzengels Damiel, der sich im geteilten Berlin in die Trapezkünstlerin Marion verliebt. Er tauscht seine Unsterblichkeit gegen menschliche Unvollkommenheit ein und erfährt die Sinnlichkeit des physischen Daseins. Damiel, gespielt von Bruno Ganz (Die Kameliendame, Nosferatu) verfolgt auch in seiner neuen Form die Wege der Menschen, diesmal jedoch aus einer völlig neuen Perspektive.
Der Himmel über Berlin gehört zu Wim Wenders (»Paris, Texas«, »Bis ans Ende der Welt«) erfolgreichsten und bekanntesten Filmen. Er ist eine Ode an die morbide Schönheit West-Berlins und verursachte unter der jungen Generation der 80er Jahre einen Berlinkult, dem die Stadt noch heute einigen Zuzug aus dem In- und Ausland verdankt. Die Huldigung an das Unvollkommene und Unfertige ist eine Liebeserklärung an den Menschen.
Ruhige Schwarzweißbilder unterstreichen die spirituelle Kraft des Filmes. Die Poesie des Co-Autors Peter Handke, welche über den entscheidenden Passagen der Geschichte liegt, ist für den ungeübten Zuhörer nicht leicht zugänglich. Doch um den tagtraumhaften Reisen des Protagonisten zu folgen, benötigt man nur ein wenig Mut zum Fallenlassen und kein Germanistikstudium.
Der Inszenierung könnte man vorwerfen, dass der Blick sich all zu verliebt an der damaligen Freundin des Regisseurs und Hauptdarstellerin Solveig Dommartin (»Bis ans Ende der Welt«) heftet. Das Bild von der Frau als eingeborenem Engel auf Erden gegenüber dem Manne, dem gefallenen Urengel, den die Fleischlichkeit des Seins zu sehr anzog, wirkt sicherlich ein wenig schrullig. Lässt man sich jedoch auf die romantische und melancholische Sichtweise des Regisseurs ein, ist dies leicht zu verzeihen, da der Himmel über Berlin zu den Filmen zählt, die die Kraft haben, ihr Publikum gänzlich zu verzaubern.
(Peter Kuhn, Amazon )
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