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»Blade Runner« ist Ridley Scotts legendärer Science-Fiction-Klassiker. Los Angeles 2019. Der desillusionierte Ex-Polizist Rick Deckard (Harrison Ford) macht im Auftrag hoher Industriekreise Jagd auf eine Handvoll halbsynthetischer Arbeitssklaven, sogenannte Replikanten, die sich selbständig gemacht haben und nun in den Schluchten der Megametropole nach ihrem Schöpfer forschen. Deckard richtet seine Zielobjekte einen nach dem anderen gnadenlos hin, beginnt aber seine Arbeit zu hinterfragen, als er sich in eine Replikantin verliebt, die ebenfalls auf seiner Todesliste steht. (VideoMarkt)
»Blade Runner« ist eine stilsichere Mischung aus Noir-Thriller und Zukunftsalptraum des britischen Atmosphärezauberers Ridley Scott (»Alien«) basierend auf einer Geschichte des SF-Kultliteraten Philip K. Dick: Harrison Ford liefert als Endzeit-Marlowe die vielleicht beste Darstellung seiner gesamten Karriere und findet in Rutger Hauer als höchst humanem Maschinenmenschen einen würdigen Gegner. »Blade Runner« wurde zum Kultfilm einer gewaltigen Fangemeinde und zehn Jahre nach seiner Premiere im Director´s Cut wiederveröffentlicht. (Blickpunkt:Film)
Los Angeles im Jahre 2019. Ex-Polizist Deckard (Harrison Ford) erhält den Auftrag, vier geflohene Replikanten zu töten – künstliche Androiden, die von Menschen kaum zu unterscheiden sind. Eine atemberaubende Hetzjagd durch eine futuristische Welt beginnt! Zehn Jahre nach der Erstveröffentlichung erschien der legendäre »Blade Runner« erstmals auch in der von Regisseur Ridley Scott (»Alien«) autorisierten Fassung (»Director´s Cut«). (Warner Bros. Pictures)
Als 1993 Ridley Scotts »Blade Runner – Director´s Cut« veröffentlicht wurde, wunderten sich viele Kinogänger, warum das Studio diese Version nicht schon elf Jahre zuvor in die Kinos gebracht hatte. Diese neu geschnittene Version ist viel besser, vor allem, da Unnötiges eliminiert (zum Beispiel die albernen und überflüssigen Kommentare aus dem Off sowie das falsche Happy End) sowie wirklich Wichtiges erneuert wurde (die Charaktere werden ein bisschen schärfer gezeichnet und es gibt einen sehr schönen, kurzen Traum, in dem ein Einhorn auftritt).
Harrison Ford hat die Kommentare einst gesprochen, da ihn das Studio dazu »genötigt« hatte. In den Chefetagen des produzierenden Studios hatte man geglaubt, der Zuschauer brauche weitere Erklärungen, um der Geschichte besser folgen zu können. Ford hat später zugegeben, diese Kommentare absichtlich sehr schlecht und lieblos gesprochen zu haben, weil er glaubte, sie würden dann keine weitere Verwendung finden (Moral: Überschätze niemals den Geschmack von Filmproduzenten).
Die spektakuläre, futuristische Filmversion eines Los Angeles, in dem es immerwährend dunkel ist und in dem es ohne Unterlass regnet, ist ein alptraumhafter Widerspruch zum Klischee des ewig sonnigen Süd-Kalifornien. Diese Kulisse erzeugt nach wie vor eine verführerische, jenseitige Atmosphäre, in die man als Zuschauer eintaucht und vergisst, dass es sich nur um einen Film handelt. Die Welt des Filmes, eine Welt der schwarzen Schatten, gemixt mit seiner klassischen Privatdetektiv-Mörder- und Mysterien-Story, in der sich Harrison Ford auf der Spur mörderischer Androiden beziehungsweise Replikanten befindet, macht Blade Runner zu einem der wenigen Science-Fiction-Filme, die sich inhaltlich wie auch visuell der Tradition des Film noirs verschrieben haben. Und ganz in der Tradition des Film noirs erfährt der Detektiv viel mehr durch diesen Fall, als er zu Beginn gedacht hat – sowohl über sich selbst wie auch über die Personen, die er jagt.
In weiteren Hauptrollen sind Sean Young, Edward James Olmos, Daryl Hannah, Rutger Hauer und M. Emmet Walsh zu sehen.
(Jim Emerson, Amazon )
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