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»Barfuß« ist eine romantische Komödie von und mit Til Schweiger über die ungewöhnliche Beziehung zwischen einer Selbstmordkandidatin und einem Versagertypen. Nick Keller (Til Schweiger) ist ein Taugenichts wie er im Buche steht. Keine Kohle in der Tasche und eine Affäre nach der anderen. Als der Loser jedoch bei einem Job in der Psychiatrie zufällig den Selbstmord einer jungen Frau verhindert, ist nichts mehr so, wie es einmal war. Denn Leila (Johanna Wokalek) weicht ihrem Retter nicht mehr von der Seite. Widerwillig nimmt Nick die Klette mit auf die Hochzeit seines Bruders Viktor (Steffen Wink) – und so beginnt für das ungleiche Duo eine wahnwitzige Odyssee, an deren Ende einmal mehr die Liebe alle Schranken niederzureißen vermag. (VideoMarkt)
Hollywood-Heimkehrer Til Schweiger geht auf Nummer sicher und inszeniert sich in »Barfuß« selbst – in einem Roadmovie der Marke »Knockin’ On Heaven´s Door«. Mit dem Ergebnis, dass knapp 1,5 Millionen Kinobesucher in diese Romantikkomödie strömten. Nicht unschuldig am Erfolg ist Johanna Wokalek (»Hierankl«) als Leila, die vergessen macht, dass das Drehbuch durchaus Längen besitzt und sich manchmal in Seitenhandlungen verliert. Trotzdem: Anhänger des blonden Mimen und Fans solider deutscher Hausmannskost kommen voll auf ihre Kosten. (VideoWoche)
Wie weit gehst du, wenn du verliebt bist? Die Antwort gibt Til Schweiger in »Barfuß«, einem emotionsgeladenen Gemisch aus Romantic-Comedy und Tragikomödie. Nach einem von ihm und Jann Preuss verfassten Drehbuch spielt er einen ziemlich verantwortungslosen Typen, der sich durchs Leben laviert. Als er mehr zufällig der Psychiatrie-Patientin Leila das Leben rettet, weicht die nicht mehr von seiner Seite. Beide gehen auf eine Reise, die ihr Leben für immer verändert.
Für Til Schweiger ist »Barfuss« so etwas wie sein Traumprojekt, trotz vieler Stolpersteine während der langen Entstehungsgeschichte. Und er wollte diesen für ihn wichtigsten Film seit »Knockin’ on Heaven´s Door« nicht nur produzieren, sondern auch Regie führen und die Hauptrolle spielen.
Nick Keller (Til Schweiger) ist ein Hallodri aus gutem Haus, der Jobs und Frauen wechselt wie andere ihre Hemden. Ein Egoist, der sich keinen Deut um den Rest der Welt kümmert. Als das schwarze Schaf der Familie mal wieder blank ist, übernimmt er widerwillig einen Aushilfsjob in der psychiatrischen Klinik und vereitelt in letzter Sekunde den Selbstmord der jungen Leila (Johanna Wokalek). Das hat Konsequenzen. Das Mädchen folgt ihm heimlich und steht abends im Nachthemd und barfuß vor seiner Tür. Trotz aller Tricks kriegt er sie nicht los, fest entschlossen, ihn nie mehr zu verlassen, trippelt sie neben ihm her. Notgedrungen nimmt er sie mit zur Hochzeit seines Bruders Viktor (Steffen Wink). Eine Reise, auf der sie sich annähern und der sonst so unzuverlässige Mann Verantwortung übernimmt.
Aus dem ursprünglichen Gangsterplot entwickelte Til Schweiger eine anrührende Geschichte über zwei Außenseiter und die Unbehaustheit der Seele, über die Sehnsucht, bei sich anzukommen. Manchmal schlägt die Handlung über die Stränge und auf einige weniger feinsinnige Szenen hätte man gerne verzichtet – wenn der Weiberheld von einer Ex-Freundin sexuell bedrängt wird und sie in den Schrank sperrt, die unschuldige Leila im Auto eines Freiers landet oder die Familienfeier an einen Zombie-Ball erinnert. Rüde Ausfälle, die die charmante Melodie des Films unterbrechen. Aber dann wieder gibt es verzaubernde Momente, ein Hauch von Zärtlichkeit und verdrehte Situationen, die das wettmachen. Da wird eine Busfahrt zum Abenteuer oder die Nacht im Schlafwagen zum Erlebnis.
Eine hinreißende Johanna Wokalek trägt die Handlung. Sie ist hübsch ohne von aufdringlicher Schönheit zu sein, zerbrechlich und wundersam starrköpfig, spielt mit kindhafter Naivität ohne auf kindlich zu machen, ist keine Lolita, sondern ein engelsgleiches Wesen, fordert Beschützerinstinkte heraus. Und zeigt dazu noch überraschendes Comedy-Talent.
So bricht sich die Tragikomödie »Barfuß« immer wieder in kleinen Rebellionen und unkonventionellen Aufbrüchen. Die Psychiatrie-Wirklichkeit tritt in diesem Roadmovie in den Hintergrund, Wechsel von Humor, Emotionalität und Ernsthaftigkeit halten sich die Waage. Realisten mögen die Stirne runzeln, Romantikern, die an die unmögliche Liebe glauben, sollte dagegen bei diesem poetisches Filmmärchen das Herz aufgehen.
(Blickpunkt:Film)
Nick Keller (Til Schweiger) ist ein echter Versager: Er verliert einen Job nach dem anderen, und die neue Stelle als Putzhilfe in einer psychiatrischen Klinik behält er gerade mal einen Tag. Beim Verlassen der Klinik kann er in letzter Sekunde den Selbstmord einer jungen Frau verhindern – mit ungeahnten Folgen: Leila folgt heimlich ihrem Retter und steht plötzlich im Nachthemd und barfuß vor seiner Tür. Nicks Versuche, sie abzuwimmeln, schlagen alle fehl – Leila (Johanna Wokalek) hat beschlossen, für immer bei ihm zu bleiben ... Nick, der noch nie in seinem Leben für andere Verantwortung übernommen hat, und Leila, die die Welt mit staunenden Kinderaugen sieht, machen sich gemeinsam auf eine Reise, die ihr Leben verändern wird ... (Touchstone)
Nach seinen Ausflügen in Hollywood-Produktionen wie »Tomb Raider: Die Wiege des Lebens« und »King Arthur« verschlug es Til Schweiger nach Deutschland zurück, um mit »Barfuß« seine zweite eigene Regiearbeit zu stemmen – die genau wie ihr Vorgänger »Der Eisbär« überdeutliche amerikanische Einflüsse nicht leugnen kann. »Barfuß« ist eine gelungene Mischung aus romantischer Komödie und Road Movie. Der Schauspieler Schweiger spielt den ziellosen Loser Nick, der trotz schwerreichem Elternhaus auf der sozialen Leiter permanent abwärts klettert. Den Deppenjob als Wischmob-Schwinger in einem Irrenhaus behält er nur wenige Stunden – das ist aber immerhin Zeit genug für ihn, um die ihr Leben lang von der Außenwelt abgeschottete Leila vor dem Selbstmord zu bewahren. Die kindlich-naive Barfuß-Läuferin heftet sich daraufhin wie eine Klette an die Fersen ihres Retters, und dem bleibt schließlich nichts anderes übrig, als sie auf einen Road Trip quer durch die Republik mitzunehmen, zur Hochzeit seines Bruders.
Die recht konventionelle Geschichte würzt der Regisseur Til Schweiger mit zahlreichen Gastauftritten von bekannten Gesichtern wie Jürgen Vogel, Axel Stein und Markus Maria Profitlich, die immer wieder Abwechslung und neuen Schwung in die Story bringen und mit wohldosierter Situationskomik ein gelungenes Gegengewicht zur Lovestory bilden. Deren Überzeugungskraft wiederum ist vor allem Newcomerin Johanna Wokalek zu verdanken, die die komplexe Rolle der Leila mit ihrer Gratwanderung zwischen Tragik und Komik brillant zu meistern weiß. Vor allem dank ihr erweist sich die Hochglanz-Produktion »Barfuß« als ein kurzweiliger und unterhaltsamer Mix aus Romantik und Komödie, der mit Tempo und Charme zu begeistern weiß.
(Frank-Michael Helmke, AMAZON)
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