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Tausende Kinder wachsen ohne die leiblichen Eltern auf; es ist Alltag – in Deutschland, wie in allen reichen Ländern dieser Erde. Aber wie fühlt es sich an, wenn ein Adoptivkind nach über zwanzig Jahren auf einmal die Chance hat, die Person kennen zu lernen, die es einst zur Welt brachte? Anneli Schinkel wagt sich mit 21 Jahren nach Korea, wo sie als Baby vor den Stufen eines Waisenhauses ausgesetzt worden war. In einer koreanischen Familienshow erzählt sie das Wenige, das sie über ihre Herkunft weiß. Und das Unglaubliche passiert: Ihre leiblichen Eltern erkennen sie wieder – das Kind, das sie jahrelang totgeglaubt hatten. Die erste Begegnung ist der bewegendste Moment ihres Lebens. Da war sofort Sympathie, ich wollte sie direkt in die Arme nehmen. Doch über das Glück schliebt sich ein Schatten, denn ihre Mutter ist an Krebs erkrankt ... (Ehrenwirth Verlag)
»Der Brief lag im März im Briefkasten meiner Eltern. Ein Wunder, dass er uns noch erreicht hat, er war an unsere alte Adresse in Köln gerichtet, wo wir seit dreizehn Jahren nicht mehr wohnen. Der koreanische Staat ermöglicht dreißig Adoptierten aus der ganzen Welt, ihr Geburtsland kennen zu lernen und sich mit der Kultur des Landes vertraut zu machen« ...
Anneli ist einundzwanzig, als dieser Brief in ihr Leben flattert, und schnell ist klar: sie wird die Einladung annehmen und ihr Geburtsland kennen lernen. Sie wird endlich spüren, wie es ist, einmal äußerlich nicht aufzufallen, Gleiche unter Gleichen zu sein.
Und sie wird alles versuchen, um mehr über ihre Herkunft zu erfahren.
Sie tritt in einer koreanischen Familienshow auf, und dort erzählt sie das Wenige, das sie über die ersten Monate ihres Lebens weiß.
Das Unglaubliche passiert: Ihre leiblichen Eltern erkennen sie wieder – sie ist das Kind, das sie jahrelang tot geglaubt hatten. Was nun folgt, ist der manchmal langsame, dann wieder extrem beschleunigte Weg einer Annäherung an eine doch sehr fremde Welt ...
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