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»Die Täter und die Opfer der Morde von Duisburg zeigen nur eines der beiden Gesichter dieses kriminellen Systems: Das eine Gesicht ist das lokale, archaische, das der Waffengewalt, und das andere ist das globale, das moderne, das der Finanzwelt. Zwei Gesichter, eine einzige Realität.« (Leoluca Orlando)
Die Mafia macht global Geschäfte – und gerade auch auf Deutschlands Finanzplätzen ... Die brutalen Morde von Duisburg im letzten Sommer haben es einmal mehr gezeigt: Die Mafia ist kein rein italienisches Problem. Einer der profiliertesten Kämpfer gegen die Mafia und einer der profundesten Kenner ihrer Entwicklung ist Leoluca Orlando, der langjährige Bürgermeister von Palermo. Als Zeuge eines großen Teils der erzählten Ereignisse hat er einen nahen und scharfen Blick auf die Vorgänge.
Orlando berichtet von der Mafia in den frühen Jahren der italienischen Republik bis zur so genannten »Plünderung Palermos« und der wachsenden Verflechtungen von Staat und Mafia in ganz Italien, vom Versuch, in der Vatikanbank Fuß zu fassen, von den Aufsehen erregenden Mordfällen der 80er-Jahre, von prominenten Mafiosi und dem Schicksal der »Straflosen« in der Ära Berlusconi. Und von der Ausbreitung der modernen Krake Mafia, die ihre Geschäfte längst im Banken- und Immobiliengewerbe tätigt und deren Gesicht weiterhin von Gier, Gewalt und Aushöhlung des Rechts geprägt ist. Auf erschreckende Weise wird klar: Was in Sizilien passierte, geht nicht nur Italien an!
»Leoluca Orlando erzählt Die Mafia« gibt Einblicke in die Wirklichkeit der skrupellosesten Geschäftemacher, die schon längst auch im Banken- und Immobiliengewerbe tätig sind.
(Herder Verlag)
Mutig und unbestechlich – Leoluca Orlando ist der Welt bekanntester Mafiajäger. (Elke Heidenreich).
Prof. Dr. jur. Leoluca Orlando, geboren 1947 in Palermo, studierte Jura in Palermo und Heidelberg. Eigene Anwaltspraxis, dann Professur an der heimischen Universität. Er war von 1985 bis Ende 2000 Bürgermeister von Palermo und wurde durch seinen erfolgreichen Kampf gegen die Mafia international bekannt. Er ist Mitglied des Europarats und Präsident der Stiftung »The Sicilian Renaissance Institute«. Seine Autobiografie »Ich sollte der nächste sein« erschien 2002 mit großem Erfolg. Auf seiner Lesereise durch Deutschland begeisterte er über 30000 Zuhörer. Heute ist Orlando Mitglied der »Camera dei Deputati« in Rom und einer der schärfsten Widersacher Berlusconis. Leoluca Orlando steht noch immer er auf der Abschussliste der Mafia. (Herder Verlag)
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