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Matt Ruff erzählt mit »Bad Monkeys« in atemberaubendem Tempo einen Roman voll komischer, phantastischer, gruseliger und spannender Elemente. Wer an Philip K. Dick, Pynchon, Comics jeglicher Art und Matrix-Filme denkt, liegt nicht falsch. Eine Mörderin legt ein Geständnis ab. Schon als Teenager bringt Jane Charlotte den Hausmeister ihrer Schule, den sie für einen Kindermörder hält, zur Strecke. Nun behauptet sie, einer Geheimorganisation anzugehören, die das Böse bekämpft. (buchreport.de)
Eine Mörderin legt ein Geständnis ab. Schon als Teenager bringt Jane Charlotte den Hausmeister ihrer Schule, den sie für einen Kindermörder hält, zur Strecke. Nun behauptet sie, einer Geheimorganisation anzugehören, die das Böse bekämpft. Doch je länger das Verhör in der psychiatrischen Abteilung eines Gefängnisses in Las Vegas dauert, desto widersprüchlicher und verstörender werden ihre Aussagen. Der Psychiater, der Jane befragt, scheint unheimlich viel von ihr zu wissen, von ihr und von ihrem kleinen Bruder, der als Kind entführt worden ist – doch stimmt das alles überhaupt? Matt Ruff erzählt mit »Bad Monkeys« in atemberaubendem Tempo einen Roman voll komischer, phantastischer, gruseliger und spannender Elemente. Wer an Philip K. Dick, Pynchon, Comics jeglicher Art und Matrix-Filme denkt, liegt nicht falsch. (Hanser Verlag)
Jane Charlotte sitzt unter Mordanklage in der psychiatrischen Abteilung eines Gefängnisses in Las Vegas. Sie leugnet nicht. Doch sie will, dass der Psychiater Dr. Vale die wahren Hintergründe ihrer Tat versteht und offenbart sich ihm als Mitglied eines Geheimbundes. Die »Bad Monkeys« wollen das Böse in der Welt bekämpfen und töten Menschen, die unwiderruflich an die dunkle Seite verloren sind. Schon als Schulmädchen sei sie von der Organisation rekrutiert worden, die wie ein perfekter Geheimdienst arbeitet.
Sein erstes Buch »Fool on the Hill« machte Matt Ruff zum Bestsellerautor und etablierte ihn als Meister des Genremix. Doch erst mit dem vierten Roman ist der Amerikaner wieder voll auf der Höhe des grandiosen Debüts. Philip K. Dick, J.D. Salinger, der erste Teil der »Matrix«-Trilogie: »Bad Monkeys« mischt Science Fiction und Coming-of-Age-Drama. Im Gespräch mit dem Psychiater wird Jane wieder zur rebellierenden Heranwachsenden, die verzweifelt ihren Platz im Leben sucht. Der Leser fiebert bei ihren Erzählungen mit, obwohl er weiß, dass er ihr eigentlich gründlich misstrauen sollte. Immer wieder fügt Matt Ruff dabei intelligente Untertöne und philosophische Exkurse ein, die jedoch nie so weit führen, dass sie dem temporeichen Plot ein Bein stellen.
Denn in erster Linier ist »Bad Monkeys« ein unglaublich spannender Roman, der immer wieder überraschende Wendungen auffährt. Wenn Ruff die Heldin etwa vom Hausmeister ihrer Schule berichten lässt, dem sie auf eigene Faust nachstellt, weil sie glaubt, in ihm einen Serienmörder zu erkennen, dürfte jeder noch so etablierte Thrillerautor vor Neid erblassen. Schnell wird klar, dass es hier nicht nur um schnöde Tätersuche geht. Was ist Realität, was Illusion? Und wer ist Jane Charlotte eigentlich wirklich? Erst ganz am Ende folgt die komplett unerwartete Auflösung, die allein schon einen Platz auf der Liste der Jahresbesten rechtfertigt.
(kulturnews.de)
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