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»100 Stunden« ist ein spannender, hochintelligenter und polemischer Thriller des Goncourt-Preisträgers und Bestsellerautors Jean-Christophe Rufin darüber, wie die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies und nach einem Leben in Einklang mit der Natur zu mörderischem Fanatismus führen.
Polen, im Frühling 2005: Juliette, Aktivistin in einer Umweltschutzgruppe, befreit Tiere aus einem Versuchslabor. Doch diese vermeintlich harmlose Aktion führt ins Herz eines Komplotts. Eine fanatische Umweltorganisation verfolgt einen mörderischen Plan. Ex-CIA Agent Paul Matisse heftet sich an ihre Fersen. Bis er erfährt, was sie vorhaben, bleiben nur noch hundert Stunden, um die Welt zu retten. Und Juliette muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht.
Der Goncourt-Preisträger und französische Botschafter im Senegal, Jean-Christophe Rufin, hat mit »100 Stunden« einen mitreißenden Roman geschrieben, dessen packender Sog und literarische Brillanz ganz Frankreich in Erstaunen versetzte.
(S. Fischer Verlag)
Pressestimmen zu dem Roman »100 Stunden« von Jean-Christophe Rufin:
Bioterrorismus, Fanatismus und Suspense – »100 Stunden« ist ein Roman voller Action und Philosophie. Le Monde
Jean-Christophe Rufin gelingt es vorzüglich, die Aufklärung über das Menschenverachtende einiger Spielarten des Ökoterrorismus mit Spannung zu verknüpfen und das zu schaffen, was wir an guten Krimis so lieben: dass sie uns außer dem mitreißenden Plot einen Mehrwert bieten. Wir sind hinterher klüger als zuvor.
Dafür ist Jean-Christophe Rufin der richtige Mann. Er war nicht nur Vizepräsident der »Ärzte ohne Grenzen« und Staatssekretär im französischen Verteidigungsministerium, er gewann auch 2001 den Prix Goncourt. Wissen, Politik und Literatur schließen einander nicht notwendigerweise aus – womit auch den Übersetzerinnen Brigitte Große und Claudia Steinitz gedankt sei. (Focus)
Eigentlich will Juliette in Polen nur ein Exempel gegen Tierversuche statuieren. Deshalb befreit sie die Tiere und schmiert, um die Polizei zu verwirren, Parolen mit Rechtschreibfehlern an die Wand. Dass ihr Auftraggeber Jonathan sie gebeten hat, ein rotes Fläschchen mit nach Frankreich zu bringen, kommt ihr erst zu Hause merkwürdig vor. Juliette verkündet Jonathan, dass sie das Fläschchen seinen Hintermännern selbst übergeben wolle – und gerät, verfolgt vom Ex-CIA-Agenten Paul Matisse aus den USA, an einen radikalen Umweltaktivisten, der beim Versuch, das ökologische Gleichgewicht der Welt zu wahren, auch vor Massenmord an den Ärmsten der Armen in Brasilien nicht zurückschreckt. Matisse und seiner Truppe bleiben nur 100 Stunden, um den Wahnsinn einer initiierten Cholera-Epidemie zu stoppen – ein schier aussichtsloser Kampf entbrennt ...
Am Anfang der Lektüre des Öko-Thrillers 100 Stunden hat man durchaus das Gefühl, dass der Titel dieses Romans aus der Feder des Prix-Goncourt-Preisträgers Jean-Christophe Rufin auch auf das eigene Leseerlebnis zugeschnitten ist. Immerhin ist man zunächst versucht, das Buch in einem Rutsch zu lesen, ohne zu essen oder gar schlafen zu gehen. Aber irgendwann verliert 100 Stunden sein Tempo, der Leser wird ausgebremst. Das hat vielleicht damit zu tun, dass einem die permanenten Ortswechsel, die wohl das »Globale« der Terror-Katastrophe illustrieren sollen, aber eigentlich nur dazu dienen, dass die Wahrheit zu kleinteilig ans Licht kommt, auf die Dauer etwas auf die Nerven gehen. Aber das hat ja auch seinen Vorteil. Immerhin bekommt man als Leser so genügend Schlaf. Und wach sollte man sein, um Rufins bedrohlichem Plot zu folgen.
»Rufin schickt Michael Crichton in die Ära der Dinosaurier zurück«, zitiert der Schutzumschlag von 100 Stunden die französische Tageszeitung »Le Figaro«. Das kann sich eigentlich nur auf den brisanten Inhalt von Rufins Buch beziehen. Denn Crichton schreibt schneller, und wohl auch ein bisschen spannender. Trotzdem sollte man 100 Stunden lesen – allein schon wegen des fulminanten Anfangs und des bedrückenden Stoffs.
(Literaturanzeiger.de, Amazon )
Jean-Christophe Rufin wurde 1952 in Bourges geboren und wuchs bei seinen Großeltern auf. Rufin studierte Medizin und Politik, arbeitete gleich nach seinem Studium als Entwicklungshelfer in Tunesien und Eritrea. 1986 wurde er Berater des Staatssekretärs für Menschenrechtsfragen. Er war Vize-Präsident von Ärzte ohne Grenzen, später im französischen Verteidigungsministerium als Berater für Nord-Süd-Fragen und beim Roten Kreuz tätig. Bis 2006 war er Präsident der Organisation »Action contre la faim« (»Handeln gegen den Hunger«), heute arbeitet er immer noch als Entwicklungshelfer und engagiert sich gegen Antisemitismus und Rassismus. 1997 veröffentlichte er seinen ersten Roman, der sich mehr als 300.000 Mal verkaufte und in 19 Sprachen übersetzt wurde. 2001 gewann er für seinen Roman »Rouge Brésil« den Prix Goncourt. Im August 2007 ist Jean-Christophe Rufin zum Botschafter in den Senegal berufen worden. (S. Fischer Verlag)
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